Mit schönen Cadillac durch Südfrankreich

Veröffentlicht am 24. 06, 2009, von Steffi W, unter Allgemein.

 Cannes/Vechta (juw) – Im sonnigen Cannes an der Côte d´Azur hat Catherine Haddad bei den Exquis World Dressage Masters einen schönen Erfolg erritten: In der hochdotierten Serie belegte die US-Amazone vom RV Vechta mit ihrem Dänen Cadillac den vierten Platz im Grand Prix Special. Ihren Wert von 65,250 Prozent übertrafen nur Anja Plönzke (Deutschland), Anne van Uijtert (Niederlande) und Stefan van Ingelgem (Belgien). Den Grand Prix und die Grand Prix Kür gewann jeweils Anky van Grunsven (Niederlande) mit ihrem Olympia-Goldpferd Salinero.
Für Catherine Haddad geriet Cannes zu einem wahren Erlebnis. “Hier zu reiten, war ein fantastisches Ereignis. Ich glaube, Cannes zählt für mich zu den schönsten Turnierplätzen der Welt. Die Lage ist herrlich, das Dressurviereck liegt nur 200 Meter vom Meer entfernt und vom Pferdetransporter aus konnte man das Meeresrauschen hören. Das Stadion war ausverkauft und die Zuschauer begeistert”, berichtet sie. Sehr gespannt war sie, wie ihr sensibler Wallach mit der Atmosphäre in der unter Flutlicht ausgetragenen Prüfung umgehen würde. Ihr Fazit: “Cadillac hat die Nerven behalten und sich voll auf mich konzentriert. Damit hat er mir ein sehr gutes Gefühl gegeben.” Da parallel in Balve die Deutschen Meisterschaft ausgeritten wurde, startete nur Anja Plönzke (Gestüt Tannenhof) am Mittelmeer.
Die World Dressage Masters umfassen eine neue Serie hochdotierter Dressurprüfungen und hatten ihren furiosen Auftakt in Florida, bevor sie auf deutschem Boden in München fortfuhren. Die Serie gilt als neues Marketing und Sportkonzept in der Dressur und ist pro Turnier mit 100 000 Euro dotiert. Nach Cannes folgen Hickstead und Salzburg, ehe die erste Serie 2010 in München beendet wird. “Diese Serie tut dem Dressursport sehr gut, ein richtig positives Zeichen für unseren Sport”, freut sich Haddad.
In ihre Wahlheimat Vechta kehrte die 44-jährige Dressurreiterin noch nicht zurück, denn sie nutzt die Zeit in Frankreich, um am kommenden Wochenende in Vibaudan zu starten. Nur eine halbe Stunde von Saint Tropez entfernt, haben sich dort Pferdebegeisterte einen Traum erfüllt und eine imposante Anlage mitten im Weinbaugebiet angelegt. “Zwischen den beiden Turnieren kann ich Südfrankreich genießen und ein paar Urlaubsstunden einbauen”, erzählt Haddad. Denn nur kurze Zeit nach ihrer Rückkehr nach Vechta heißt es wieder Koffer packen: Sie ist für das amerikanische Team im Nationenpreis beim CHIO Aachen gesetzt.